Projektteam der KT 61a organisiert den 1. Spendenlauf rund um die BBS14
Svenja Nolte, Laura Dienelt (fehlt auf dem Foto), Katarina Ponzel, Alice Loginov, Janine Stute und Madita Claes, dass sind wir – eins der Projektteams aus der Klasse KT61a im dritten Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit.
Im dritten Lehrjahr organisierten wir im Rahmen eines Lernfeldes ein reales Veranstaltungsprojekt, um auch die praktischen Tätigkeiten zu erlernen. Wir haben uns zunächst für das Projekt Opus 112 entschieden: Ganz kurz gesagt, ging es bei dem Projekt darum, ein Blaskonzert am Steinhuder Meer zu organisieren. Als erstes sollte ein geeigneter Termin für die Durchführung gefunden werden und genau daran scheiterte unser erstes Projekt bereits. Durch Veranstaltungen vor Ort, die Fußballweltmeisterschaft und unsere Abschlussprüfungen waren bereits alle möglichen Termine belegt. Lange Gesichter und Enttäuschung im Projektteam. Zu unserem Glück fand sich jedoch schnell eine Alternative: Wir führen den „1. Spendenlauf an der BBS 14“ durch und sammeln Geld für die sozialen Projekte der Schule. Diese sind das Patenkind der Schule Oscarina (Dominikanische Republik) und die Viktoria Schools in Tansania.
Frau Scherwinsky bekommt als Projektauftraggeberin den Scheck überreicht.
Viktoria Schools in Tansania
Frau Küchler beim Eröffnungsschuss
Jeder Teilnehmer wurde von seiner Klasse angefeuert
Ansturm auf die Waffeln
Unsere Partnerschule in Tansania
Projektteam der KT 61a
Als erstes überlegten wir uns in verschiedenen Treffen alleine und mit den Auftraggeberinnen ein Konzept für unseren Spendenlauf. Danach stand die erste große Etappe für uns an: Wir mussten unser Konzept der Schulleitung vorstellen, uns kritischen Fragen stellen und noch einige Änderungen vornehmen. Die Schulleitung, vertreten durch Frau Küchler, stand unserem Vorhaben positiv gegenüber und erteilte uns die Erlaubnis den Spendenlauf durchzuführen. Für Ihre Unterstützung möchten wir uns ganz herzlich bedanken!
Kein Spendenlauf ohne Läufer. Dafür wollten wir alle Schülerinnen und Schüler, die mittwochs Unterricht hat-ten, mit einer Einladung über den Spendenlauf informieren und zum Mitmachen motivieren. Dafür mussten sich die Läufer nur einen, oder mehrere Sponsoren suchen, die für die gelaufenen Runden einen von ihnen bestimmten Geldbetrag spenden. Als Sponsoren konnten z.B. Praktikumsbetriebe, Ausbildungsbetriebe oder Familienmitglieder und Bekannte fungieren. Nachdem alle Überlegungen abgeschlossen waren und das fertige Konzept für den 1. Spendenlauf um die BBS 14 stand, ging es an die konkreten Vorbereitungen.
Während unseres Projekts gab es mehrere Treffen mit Frau Scherwinsky-Niemann und Frau Poppe. Sie waren für uns sowohl Projektauftraggeberinnen, als auch große Unterstützerinnen (Vielen Dank dafür an die Beiden!). Viele organisatorische Dinge haben Sie uns abgenommen, da wir als Klasse nur 1 Tag in der Woche in Hannover in der Schule waren. Besonders zeitintensive Vorbereitungen haben wir zudem nach der Arbeit zu Hause erledigt. Zu den Vorbereitungen zählten u.a., die Standeinteilung, die Möglichkeit der Absperrung der Laufstrecke, das Einholen von Genehmigungen bei der Stadt Hannover und von der GEMA.
Um alle Spenden korrekt zu erfassen, und uns die Arbeit am Veranstaltungstag zu erleichtern, erstellten wir eine Excel-Tabelle zur Berechnung der Spendensumme. Die Tabelle lieferte uns Auskunft darüber, wie viel jeder Schüler einzeln, die Klasse insgesamt und die kompletten Schüler an Spenden erlaufen haben. Wie aber zählen wir die gelaufenen Runden? Vor dieser Frage standen wir bei unserem Planungen. Unsere Überlegungen gin-gen von Bällen, die in ein großes Gefäß geworfen werden über Gummibänder, die über das Handgelenk des Läufers gestülpt werden sollten. Entschieden haben wir uns letztendlich für Stempelkarten. Jeder Läufer be-kommt eine Stempelkarte um den Hals gehängt. Diese wird nach jeder vollendeten Runde abgestempelt. Die Stempelkarte bietet uns als Projektgruppe dabei nicht nur eine Übersicht über die gelaufenen Runden, sondern diente dem Läufer auch als „Gutschein“ für ein kleines Präsent, das mit Abgabe der Karte als Dankeschön ausgehändigt wird.
Bei diesem Spendenlauf sollten möglichst viele Einnahmen für die sozialen Projekte der Schule eingenommen werden, weshalb wir uns noch weiter Programmpunkt für den Spaßfaktor überlegten. Dies übernahmen die Torwand und die Spaßläufe in den Pausen wie z.B. Sackhüpfen und Eierlauf. Zudem sorgten für das leibliche Wohl unser Bratwürstchenstand und der Waffeln-, Kuchen-, und Getränkeverkauf.
In den letzten Wochen und Tagen vor dem Projekt mussten noch viele Kleinigkeiten koordiniert werden. Wer kann Geldkassen für die verschiedenen Stände mitbringen, wer macht Preisschilder, wer backt einen Kuchen? Diese und viele weitere Fragen mussten geklärt werden. Haben wir auch an alles gedacht? Besonders kurz vor dem Projekttag waren wir etwas nervös und hofften nichts vergessen zu haben.
Und dann war es soweit, der 28. Mai 2014, Tag unseres Projekts und es regnete. Es war eine Regenwahrschein-lichkeit von 100% für den ganzen Tag angesagt.
Am Veranstaltungstag haben wir uns um sieben Uhr an der Schule getroffen und zusammen mit der Direktorin Frau Küchler beschlossen, dass wir aufgrund des schlechten Wetters den eigentlichen Lauf verschieben. Nach Abwegen der Möglichkeiten, entschieden wir uns für ein „Indoor“-Programm. Mit viel Spontanität, sowie Kreativität gelang es uns innerhalb kürzester Zeit einen Torwandschieß-Wettbewerb für die bereits angemeldeten Klassen zu organisieren. Die Pausenhalle wurde kurzerhand in eine Waffel-Kuchen-Verkaufsstation umfunktioniert und in Raum 17 fand der Torwand-Wettbewerb statt! Bereits während der ersten Pause kam der große Andrang. Zahlreiche Schüler beteiligten sich mit Spenden, indem sie Waffeln, Kuchen und Würstchen kauften. Mit Beginn der dritten Stunde startete auch der Torwandschieß-Wettbewerb. Alle angemeldeten Klassen kamen zu den geplanten Zeiten, sodass ein reibungsloser Ablauf garantiert war. Während des gesamten Torwandschießens wurde parallel der Waffel-Kuchen- und Würstchenverkauf gefördert. Jeder teilnehmende Schüler spendete einen von ihm selbst festlegten Betrag, z.B. 1€ für 3 Schuss. Gezählt wurden die meisten Treffer je Klasse und es gab ein Klassen-Ranking. Die Gewinnerklasse bekam als Preis einen Muffin pro Schüler spendiert.
Wir waren absolut beeindruckt vom Spendenergebnis und danken allen Schülerinnen, Schülern und Lehrern herzlichst für 506,99 €, die an die Viktoria Schools in Tansania und unser Patenkind Oscarina gehen!
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Vorhaben eines Spendenlaufes mit einem hohen Arbeits- und Zeitaufwand aller Projektbeteiligten verbunden ist. Hierbei mussten wir vor allem gemeinsam an einem Strang ziehen, mitarbeiten und uns in die Planung mit einbringen, damit dies erfolgreich umgesetzt werden konnte. Trotz der schlechten Wetterbedingungen am Veranstaltungstag und der Absage unseres eigentlich geplanten Laufes, konnte aufgrund einiger Veränderung eine gute Alternative gefunden werden. Durch das Torwand-schießen konnten wir eine Aktivität anbieten, die dem schlechten Wetter gerecht wurde. Der sportliche Wettbewerb der einzelnen Klassen untereinander sorgte für viel Spaß bei allen Beteiligten. Für das leibliche Wohl wurde dank der großzügigen Unterstützung vieler Lehrer und Schüler ebenfalls gesorgt.
In diesem Zusammenhang möchten wir uns nochmal bei allen Helfern und Teilnehmern für das Interesse und die finanzielle Unterstützung bedanken. Für die zukünftige Planung und Durchführung von Spendenläufen würden wir das nächste Mal vorab einen Notfallplan erarbeiten, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Über das uns entgegengebrachte Engagement und Vertrauen seitens der Lehrer sind wir sehr dankbar. Außerdem freuen wir uns, dass eine andere Klasse unserer Arbeit noch vor den Sommerferien, bei hoffentlich besserem Wetter, fortsetzen wird. Und somit zweimal in kürzester Zeit für die die sozialen Projekte der Schule, das Patenkind der Schule Oscarina (Dominikanische Republik) und die Viktoria Schools in Tansania Geld gesammelt wird.


